und andere phantastische Tiere
erzählt und gespielt
nach Fjodor M. Dostojewski, Franz Kafka u.a.
mit Filmprojektionen und Livemusik

am Samstag, den 30. und Sonntag, den 31. Mai 2026
in La Cantina,
Elisabethstr. 53, 80796 München
Beginn: 20.00 Uhr
Idee, Buch, Regie, Kamera & Spiel: Sonja Graf und Markus Hummel
Filmrealisation: ICKMAFILM
Karten unter Tel.: 089/127 37 135
oder unter: brmarkus(at)yahoo.com
Eintritt: 15 €
Infos unter: 0162/425 18 92
Worum geht's...
„Ich sah – o Gott! Was musste ich erblicken! Ich sah den unglücklichen Iwan Matwejewitsch in den schrecklichen Kiefern des Krokodils, das ihn quer um den Leib gefasst hatte und ihn hoch in die Luft hob, wo er verzweifelt mit den Beinen strampelte. Noch einen Moment – und mein unseliger Freund war ganz verschwunden…“
Was aber treibt Iwan Matwejewitsch im Bauch des Krokodils? Denn das Tier hat ihn ja nicht einfach gefressen, es hat ihn nur verschlungen. Und deshalb sitzt er nun dem Ungetüm wohlbehalten und unverdaut im Magen, denkt über die Menschheit nach und verkündet „Wahrheit und Licht“. Wie es zu der Katastrophe gekommen ist? Nun, eines Tages hat der Beamte beschlossen, in Gesellschaft seiner Frau und eines befreundeten Verwandten und Kollegen, die Attraktion einer Schaubude in Petersburg zu besichtigen, nämlich ein in einem Blechkasten ausgestelltes Krokodil. In einem Moment der Unachtsamkeit schnappt das Biest zu, doch Iwan Matwejewitsch wird zunächst von niemandem vermisst. Zumindest nicht weiter. Denn der Staatsdiener hätte – so die allgemeine Ansicht - ohnehin einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt angetreten. Derweil erprobt Jelena Iwanowna den Strohwitwenstand und die Kollegen erfreut das vorläufige Verschwinden eines unliebsamen Rivalen. Nach einem ökonomischen Arrangement mit dem Schaubudenbetreiber verwendet der Verschlungene also die neu gewonnene Aufmerksamkeit für sich...
Fjodor M. Dostojewskis (1821 - 1881) absurde und phantastische Satire reicht weit über eine bloße Persiflage kapitalistischer oder politischer Verhältnisse hinaus. Der kaleidoskopartige Wechsel der Perspektiven in der Verkehrung der Realitäten und die strikte Behauptung verblüffender Unwahrscheinlichkeiten erzeugen eine Atmosphäre des Traumes, wenn nicht gar des Alptraums, der letztlich keine Lösung findet. Grundlegen dafür ist das Prinzip der Grenzüberschreitung – ironisch oder beunruhigend -, die auch zahlreiche andere literarische Tiergeschichten kennzeichnet. Wie in Franz Kafkas (1883 - 1924) berühmter Erzählung „Josefine, die Sängerin“, da er das Volk der Mäuse über den fragilen Wert der Kunst disputieren lässt. Das Theater des hölzernen Gelächters versammelt einige der tierlichen Heldinnen und Helden, von denen Sensationelles berichtet wird.
Die Produktion findet mit Unterstützung des BA 4 der Landeshauptstadt München statt.

Im September 2025 haben wir in München gespielt:

Gleichmütig wie je hocken die Meerechsen am Strand in der Sonne. Wir aber haben nach mehreren schönen und gelungenen Abenden schweren Herzens die verwunschenen Inseln verlassen, um zu neuen Ufern aufzubrechen - zurück nach Europa...


Premiere/Uraufführung:
Samstag, 6. September 2025
weitere Vorstellungen:
Sonntag, 7. September sowie
Donnerstag, 11.September bis Samstag, 13.9.2025
im Amphitheater im Nordteil des Englischen Gartens - U6 Alte Heide
Die Vorstellungen finden nur bei schönem Wetter statt.
Der Eintritt ist frei.
Vorstellungen innen:
Freitag, 19. und Freitag 20. September 2025
im MUCCA, Schwere-Reiter-Str. 2c, 80637 München
(mit Voranmeldung unter: 0162/425 18 92)
Spiel & Leitung: Sonja Graf und Markus Hummel
Gesang: Talel Elkouki
Am Akkordeon u.a.: Zeldo Djukelich
Beginn: jeweils um 20.00 Uhr
Infos unter: 0162/425 18 92






Die Produktion findet mit Unterstützung des Kulturreferats, des BA 1, des BA 12 und des BA 13 der Landeshauptstadt München statt.
Hier gibt's mehr zum Lesen - Presseresonanz zu "Die Verzauberten" und unseren bisherigen Produktionen...
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